55116 Mainz
Neurophysiologische Techniken
Bobath-Konzept
Diese Behandlung basiert auf entwicklungs-neurologischen Erkenntnissen und orientiert sich an der sensomotorischen und psychischen Entwicklung von Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen. Sie kommt zur Anwendung bei sensomotorischen Störungen und neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen. Der Behandlungsansatz ist ganzheitlich und individuell auf den Patienten ausgerichtet. Das Ziel ist die motorische Förderung, jedoch auch Wahrnehmung, Sprache sowie die emotionale und soziale Entwicklung zu unterstützen.
PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)
Propriozeptiv: die Propriozeptoren (sensorische Rezeptoren für die Tiefensensibilität) nehmen die Informationen über die Haltung und Bewegung des Körpers auf und leiten diese an das Gehirn weiter.
Neuromuskulär: das Gefüge/Zusammenspiel von Nerven und Muskeln betreffend.
Fazilitation: bedeutet, etwas einfacher machen, erleichtern, z.B. dem Patienten eine Bewegung zu erleichtern.
Der Methode des PNF liegt eine Behandlungsphilosophie zugrunde, deren Ausgangspunkt darauf beruht, dass jeder Mensch über latente motorische Möglichkeiten verfügt, die durch geeignete Fazilitationen stimuliert und aktiviert werden können.
Vojta - Therapie
Bei der Vojta –Therapie werden durch taktile Reize in bestimmten Körperlagen (Rücken,-Seit,-Bauchlage) gesetzmäßig ablaufende motorische Reaktionen ausgelöst („globale Muster“).
Diese globalen Muster enthalten Teilmuster, die in Bewegungsabläufen wie z.B. Greifen, Umdrehen, Robben, Krabbeln und Gehen zu sehen sind.
Neben der Skelettmuskulatur wird die mimische Muskulatur, die Augenbewegung, der Schluckvorgang, die Blasen-Mastdarm-Funktion und die Atmung aktiviert.
Ziel der Vojta-Therapie ist die anatomische Steuerung der Körperhaltung, die Stützfunktion der Extremitäten und die dafür erforderlichen, koordinierten Muskelaktivitäten zu aktivieren.